Reiseberichte 2016

Im Jahr 2016 waren Gärtnerinnen und Gärtner auf neun sehr verschiedenen Reisen unterwegs. Aus allen Berichten können wir erkenne, dass sich die Förderung all dieser Reisen gelohnt hat!

Tübingen - Brasilien

Markus Rauscher ist Gärtner im Tropicarium im Botanischen Garten Tübingen – er hatte die Möglichkeit an einer botanischen Exkursion seiner Uni nach Brasilien teilzunehmen. Da er so seine gärtnerisch betreuten Pflanzen besser kennenlernen konnte, ermöglichte die Stiftung die Reise.

Er berichtet: …“Häufig konnte man beobachten, dass die Acuri-Palme von Würgefeigen (Ficus spec.) attackiert werden. Jedes Stadium dieses Vorgangs war zu sehen. Vom Keimen der Feige in den Einbuchtungen der abgefallenen Blätter am Stamm bis hin zu zum abgestorbenen Exemplar.

Besonders schön war, beim Durchstreifen eines Wäldchens in gebückter Haltung, stand ich nach dem Aufrichten vor einem Fruchtstand einer Vanille. Diese kletterte an einer Acuripalme empor.

Typisch für die Wäldchen war dass sie umsäumt waren von bodenlebenden Bromelien und von Sträuchern aus der Familie der Annonaceae.

“… Die Pflanzenvielfalt ist enorm. Auf den Wanderungen sahen wir erstmals Tillandsien. Viele Orchideen, bodenbewohnend und aufsitzend, Baumfarne, Trichterbromelien ebenfalls am Boden und aufsitzend, Palmen, Farne, Araucarien, Eriocaulaceae, Piperaceae, Araceae.“

„…Auch hier konnte ich meine eigenen Wege gehen. Und auch hier habe ich für einen etwa 200 Meter langen Weg circa 2,5 Stunden benötigt. Zuerst wurde der Bodenbewuchs abgesucht, dann wandert der Blick immer weiter nach oben. Es war ein wahres Glücksgefühl so viel Schönheit an Pflanzen zu sehen und selbst zu entdecken. So habe ich dann auch eine Orchidee, Catasetum hookeri, entdeckt.“

Leipzig - Edinburgh

Jeanette Zimmermann hat ihre Ausbildung zur Gärtnerin im Botanischen Garten Leipzig abgeschlossen und war danach für vier Monate im Royal Botanical Garden Edinburgh.

Aus ihrem Bericht:

Da ich mich nicht auf eine bestimmte Pflanzengruppe spezialisiert habe, bat ich die Teammitglieder des RBGE mir Einblick in alle Bereiche zu ermöglichen

An meinem ersten Tag im Outdoor Team ging es dann auch gleich an die Arbeit. Im Chinesischen Garten/ Chinese Hillside ging es dann los, hier wird eine große Fläche gerodet die überwuchert war mit Holboellia grandiflora. Dort sollen später Rhododendren gepflanzt werden. Es war wirklich anstrengend die Kletterpflanze, die ihren Namen alle Ehre machten, wo sie nur konnten sich fest hielte, zu entfernen. Aber gegen Maschinen-Technik hat dann auch die stärkste Holboellia keine Chance. Doch nicht nur die Holboellia grandiflora musste weichen, sondern auch einige Betula und Rosenarten und Prunus lusitanica subsp. azorica mussten entfernt werden, um Platz für Neues zu schaffen.

 Der RBGE hat 28 ha und ich bin jedes Mal überrascht wie gepflegt die Anlagen sind! Kaum Unkraut, Wege sind sauber und nicht zu vergessen den gut geschnittenen Rasen. Es gibt vier Outdoor staffs einmal The cutting Team (Rasenmäher Team) mit vier Leuten. Dann das Herbaceous Team (Stauden Team / wo ich die meiste Zeit verbrachte) mit Sechs Personen und das Arboretum Team mit acht Teammitgliedern. Und dann noch das Demonstration Garden and Nativ Woodland mit sieben Mittgliedern.

Das sind ca. fünfundzwanzig Mitarbeiter die für die 28 ha große Fläche verantwortlich sind. Da stellt sich mir die Frage wie machen die das? Das Geheimnis ist einfach: Volontärs. Das sind insgesamt ca. 150 freiwillige Mitarbeiter und alle kommen an verschiedenen Tagen und arbeiten in verschiedenen Bereichen.

 Und wie ich so über die Beete blickte kam mir eine Frage auf, wo werden eigentlich die Jungpflanzen herangezogen? Also erkundigte ich mich bei John Done. Dieser erzählte mir, daß sich die Anzuchten für das Freiland auf der gegenüberliegenden Straße befinden und schon saßen wir im John Deer Trailer und tuckerten zur Nursery. Es ist eine riesige Anlage.

Im RBGE gedeihen eine Menge Gunnera manicata, diese Pflanzen sind unheimlich groß und beeindruckend. Als ich die Pflanze sah, kam mir die Überlegung; Winterschutz?! Winterschutz im Allgemeinen gibt es hier nicht. Was den Winter nicht überlebt, wird im Frühjahr eben ersetzt. Aber für gewöhnlich gibt es hier kaum Frost und Schnee. Dennoch einzig und allein wird die Gunnera manicata etwas geschützt. Während wir im Botanischen Garten Leipzig mit viel Aufwand ein Gitter um die Gunnera bauen und es anschließend mit Eichen und Platanenlaub füllen, damit unser Stolz nicht erfriert, werden hier im RBGE einfach die großen Blätter abgeschnitten und auf die empfindliche Knospe gelegt.

 Ich war auch für eine Woche im Gewächshaus und dort durfte ich an meinem ersten Tag gleich mal 300 Pflanzen von Streptocarpus kentaniensis x rexii topfen und sie rückwärts nach Alphabet zu ordnen. Zum Glück war ich nicht alleine, sondern hatte helfende Hände. In den Gewächshäusern wird von Studenten sehr viel geforscht und dadurch kommen sehr viel Pflanzen von einer Pflanzengruppe zusammen. Die Erdmischung verwunderte mich etwas, sie nannten die Erde “Kompost” nur war da keinerlei Kompost drin. Die Mischung bestand hauptsächlich aus Rindenmulch gemischt mit Perlit und Osmokote (Dünger).

In den Gewächshäusern wird morgens gegossen und vor dem Feierabend wird der Boden abgespritzt, dies wird “Cooldown” genannt und soll in den Gewächshäusern die Luftfeuchtigkeit aufrechterhalten.

München – Leon

Harald Loose konnte den Austausch zwischen den Botanischen Gärten München und Leon (Nicaragua) weiter fortsetzten. In seinem Bericht kommt er zur folgenden Schußbetrachtung:

„Zum Abschluss möchte ich nur wenige Worte finden, denn Nicaragua ist ein Land, das sehr viele Facetten und Gesichter hat. Ich habe auf dieser Reise das Vergnügen gehabt nicht nur eine Seite des dortigen Lebens kennenzulernen, sondern selbst Teil des Alltags in Nicaragua zu sein. Mich hat vieles fasziniert, erstaunt und in Staunen versetzt. Zudem habe ich für mich selbst festgestellt, dass vieles bei uns zu ernst genommen wird und wir selbst uns stressen, obwohl es nicht notwendig ist. Durch meine Arbeit im JBA, das Miteinander der dortigen Kollegen, das Leben und die Lebensfreude in diesem Land, konnte ich ein liebenswürdiges Land entdecken.

Nicaragua ist im ersten Moment laut, riecht anders und ist feuchtwarm. Das alles ist nicht unangenehm, sondern lädt zu einem Abenteuer ein.

Da das Projekt im JBA noch nicht abgeschlossen ist, Raúl Valle mich auf dem Laufenden hält und ich dadurch von hier aus im Bild bleibe, was dort weiter passiert, würde ich gerne noch einmal dorthin fahren, um daran weiter zu arbeiten und das Projekt mitabzuschließen. Ich hoffe, dass es mir gelingt und ich darin bestärkt werde, weiter zu machen. Nochmals herzlichen Dank an alle, die mich bisher und bis hierher unterstützt haben.

Bonn – Wisley

Anne Schulz aus dem Botanischen Garten Bonn konnte eine Woche lang in Wisley Gardens mitarbeiten. Sie hat in verschiedenen Bereichen Einblicke nehmen können in die spezielle Kulturführung und Pflege von besonderen Pflanzen:

Beim Topfen von Narzissen wird eine spezielle Topfmischung bestehend aus 1,5 Teilen John Innes No.2, 1 Teil kompostierte Rinde, 1,5 Teilen mineralischem Kies und 3g pro Liter Vollnährstoffdünger verwendet. Die Narzissen werden ausgetopft und die lockeren Schalen werden entfernt. Zwiebeln mit einer Faulstelle, die damit Opfer von Schädlingen oder Pilzen werden könnten, werden in Dolomitkalk gewälzt um das Problem zu bekämpfen. Die Zwiebeln kommen wieder in den gleichen Topf zurück. Sie werden etwa zwei Zwiebelstärken dick mit Substrat bedeckt und obenauf kommt eine Schicht Kies.

Überschüssige Zwiebeln werden im Herbst nach dem Mähen der großen Wildwiese auf diese ausgepflanzt. Die frisch getopften Töpfe werden in einem mit Sand befüllten Tisch eingesenkt und kultiviert. Alle Geophyten werden in Wisley auf diese Art kultiviert. 

Die Hepatica Sammlung steht in einem abgeschlossenen Gewächshaus das nicht öffentlich zugänglich ist. Die Pflanzen stehen auf Gittertischen damit die Luft besser zirkulieren kann. Die Hepatica Sammlung ist anfällig für Grauschimmel und andere Pilze. Wir haben die gesamte Sammlung vorsichtig ausgeputzt und gewässert. Um Pilzbefall zu vermeiden werden die Pflanzen erst wenn es wirklich nötig ist gegossen und das Haus wird zusätzlich zur Dach-und Seitenlüftung mit zwei großen Ventilatoren belüftet.

In den Karnivorenbeeten ist Equisetum ein großes Problem. Im Torf fühlt es sich besonders wohl und bildet viele Meter Tiefe Rhizome, die sich zwischen den Pflanzen schlecht bekämpfen kann. Hier wird häufig gejätet um den Bestand möglichst klein zu halten.

Hamburg - Appalachen

Frederic Gilbert und Nils Kleissenberg waren mit Spezialauftrag aus Hamburg in den Appalachen unterwegs:

Unser Hamburger Garten hat eine umfangreiche Sammlung nordamerikanischer Pflanzen, die ständig ausgebaut und erweitert wird. Neben den Prairieflächen und den alpinen Polsterstauden der Rocky Mountains, ist das Hauptaugenmerk die Pflanzenwelt des östlichen Nord-Amerikas, besonders der Appalachen. Dieses bewaldete Mittelgebirge erstreckt sich über eine Länge von über 2400 Kilometer von Kanada bis in die US-Bundesstaaten Alabama und Georgia hinein. Neben dem Vorkommen diverser Ericaceaen-Arten ist dieses Gebiet bekannt für eine Vielzahl von Frühjahrsblühern, wie z.B. Goldsiegel- (Uvularia), Haselwurz- (Asarum) oder Dreiblatt-Arten (Trillium). In Hamburg sind 22 der ca. 45 Trillium-Arten in Kultur und es wird sich bemüht, diese Sammlung weiter auszubauen.

Hauptziel war es, möglichst viel Wissen über die Kultivierung der Gattung Trillium zu bekommen und die dort vorkommenden Arten, so wie viele andere Frühjahrsblüher, an ihren Naturstandorten blühend zu sehen.

Der nicht für die Öffentlichkeit zugängliche Anzucht- und Gewächshaubereich, ist den Gärtnern, Wissenschaftlern und Studenten vorbehalten. Wir bekamen sofort wichtige Tipps und Kniffe beigebracht, wie sich die Kulturzeiten langsam wachsender Gattungen (wie z.B. Trillium, Asarum, Epigea oder Shortia) stark verkürzen lassen, wie die Samen vorbehandelt werden können und welche Substrate verwendet werden.

In den letzten Tagen, hatten wir dann die Gelegenheit, noch einmal die Anzuchts- und Sammlungsgewächshäuser zu begutachten und uns mit den Kollegen auszutauschen. Des Weiteren durften wir verschiedene Trillium- Arten und Typen, aus dem South Carolina Botanical Garden, mit nach Hamburg nehmen! Das präparieren und verpacken der Rhizome dauerte, auf Grund der Vielzahl der Pflanzen eine ganze Weile, aber der Aufwand hat sich gelohnt! Alle Pflanzen, die wir vom Botanischen Garten Clemson geschenkt bekamen, haben überlebt

Hamburg – Cali

Don Tengeler reiste während seiner Gärtner-Ausbildung im Hamburger Botanischen Garten nach Kolumbien und konnte im Botanischen Garten in Cali Erfahrungen im tropischen Gärtnern vor Ort sammeln.

Er berichtet:

(...)Den Rest des Tages verbringe ich in der Gehölzanzucht des Gartens, zusammen mit Julio - einem der zwei Arbeitskräfte, die sich um die Anlage kümmern.

Die Gehölze werden in Plastiktüten „getopft“, was zeitaufwendiger, dafür aber günstiger ist. Ich bin bereits an mehreren kleinen Gärtnereien vorbeigefahren, welche allesamt dieses Verfahren verwenden. „Sie sollen ausgepflanzt und nicht im Topf gehalten werden“, so Gloria, als ich sie darauf anspreche. Im Verlauf der Woche wird mir noch so einiges klar, was den Garten betrifft. Die Gehölzanzucht beschäftigt sich hauptsächlich mit Ursorten, die in den tropischen Regenwald zurückgepflanzt werden sollen, um der laufenden Zerstörung entgegen zu wirken.

 Seinen Bericht schließt er so:

Ich muss beifügen, dass es mir in beiden Teilen dieses Berichtes nicht möglich ist, alle meine Erlebnisse festzuhalten. Ich habe ganze Abschnitte weggelassen, da es sonst einfach den Rahmen sprengen würde. Was ich hier andeuten möchte, ist das enorme Spektrum an Erlebtem, was ich beobachten, verinnerlichen und mit zurück nehmen durfte. Ein einmalig schönes, sowie bildendes Erlebnis, was mir ohne die Unterstützung des Botanischen Garten Hamburgs und des International Gärtneraustausches nicht möglich gewesen wäre.

Teneriffa Exkursion

Simon Momper ist Gärtner im Botanischen Garten Bonn. Er hatte die Möglichkeit als Teilnehmer einer botanischen Exkursion der Uni Bonn nach Teneriffa zu fahren. Jeden Tag wurde eine Tagestour unternommen und abends nachbestimmt und besprochen, was man am Tag gesehen hatte:

Auszüge aus seinem Bericht:

 Echium wildpretii (Boraginaceae) ist eine weitere charakteristische Pflanze. Sie ist zweijährig, bildet im ersten Jahr eine Blattrosette aus, im zweiten Jahr einen bis zu 3m hohen Blütenstand und stirbt anschließend ab. Wir waren etwas zu früh dran, um diesen in Blüte zu erleben (Blütezeit von Mai bis Juni), haben allerdings viele alte Blütenstände und Blattrosetten im ersten und zweiten Jahr sehen können. Diesen am Naturstandort erleben zu dürfen, war für mich sehr interessant, da ich E. wildpretii jährlich im Botanischen Garten aussähe, pikiere und mehrfach topfe.

 Wanderung von Punta del Hidalgo nach Chinamada: Von der Küste aus ging es bergauf, wo die Landschaft durch Sukkulente wie Euphorbia oder Aeonium und vereinzelte Elemente des thermophilen Buschwaldes geprägt ist. Es kommt hier sehr viel Opuntia ficus- indica als Neophyt vor. Auf Felsen wachsend entdeckten wir das Gras Cyperus rubicundus (Cyperaceae). Höhepunkt des Tages war Echium simplex (Boraginaceae), eine zweijährige Art, in voller Blüte zu sehen (extrem stark von Bienen beflogen).

Besuch des Botanischen Gartens Jardin de Aclimatacion de La Orotava in Puerto de La Cruz. Im Garten dort arbeiten 14 Angestellte, die gärtnerischen Tätigkeiten nachgehen und 1 Techniker. Bei einer Führung hatten wir die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können. Für mich ergab sich die Chance, für den BG in Bonn, freundlicherweise Stecklinge von Lotus eremiticus und L. berthelotii (Fabaceae) schneiden zu dürfen!

Kiel – Costa Rica

Silke Höppner und Pia Schulz, Junggärtnerinnen aus Kiel, wollten sich mit tropischer Vegetation vertraut machen. Ihre Reise führte sie durch Costa Rica.

Einige Etappen aus ihrem Bericht:

3.Etappe: La Fortuna nach Monteverde

Nach 4 Stunden Fahrt, größtenteils entlang des ,Laguna de Arenal’ Richtung Südost erreichten wir Monteverde. Die Fahrt hierher war geprägt von hügeligem Weideland und endete in den Bergen inmitten des Nebelwaldes. Es fielen gleich die niedrigeren Temperaturen und die uns umgebenen Nebelschwaden auf. Hier sollten wir die nächsten 4 Nächte verbringen. Die Anlage war umgeben von mehren, Trails’, die wir im Laufe der nächsten Tage auch ausprobierten. Außerdem unternahmen wir eine Kaffee-/Kakao-/Zuckerrohrtour bei , San Juan’. Besonders beeindruckend war der Besuch des Nebelwaldreservates. Dort sahen wir unter anderem Baumfarne, Tilandsien und diverse Flechten und Moose

 6.Etappe: San Gerardo de Dota  nach  Turrialba

Aus den Bergen ging es nun wieder in eine hügelige Gegend Richtung Osten. Nach 3 Stunden Autofahrt vorbei an Kaffeeplantagen wurde es nun auch wieder wärmer. In der nächsten Unterkunft angekommen, erkundeten wir die Gegend rings um das Hotel. , Casa Turire’ ist an einem früheren See gelegen, welcher nun aber völlig verwildert daliegt. Auf den noch als See erkennbaren Flächen konnten wir Eichhornien entdecken, die leider zu diesem Zeitpunkt nicht in Blüte standen. Die Geräuschkulisse am Abend war wieder sehr beeindruckend und das Froschkonzert verleitete uns dazu, nach dem recht minimalistischen, aber sehr leckeren Abendessen, auf Froschsuche zu gehen. Schließlich konnten wir Rotaugenlaubfrösche finden, die durch ihr farbenfrohes Aussehen beeindrucken.

 In Costa Rica sind uns auf der einen Seite die unzähligen Nationalparks mit ihrem großen Artenreichtum aufgefallen, aber auf der anderen Seite die wirklich großen und immer größer werdenden Monokulturen insbesondere von Ananas und Bananen und dem damit einhergehenden Pestizideinsatz.

Kew Gardens - Indien

Anna-Lena Tack hat ihre Ausbildung zur Gärtnerin im Botanischen Garten in Bonn absolviert. Im Jahr 2014 hat sie ihre Weiterbildung zum Kew Diploma im Royal Botanic Garden Kew begonnen. Teil dieser Studien ist auch ein selbstorganisierter Auslandsaufenthalt, für den auch die finanziellen Mittel selbst organisiert werden müssen. Als Ziel Ihres Auslandsaufenthaltes hat sie Indien gewählt - und hier den Schwerpunkt der medizinisch verwendeten Pflanzen.

Sie hatte vor Ort einen Führer, der ihr erklärte, man müsse sich immer eine Geschichte oder Verwendung zu den Pflanzen merken – nur so könne man eine Pflanze kennenlernen und sich auch merken. Das scheint so zu sein, denn Frau Tack fängt in ihrem Bericht gleich damit an, sie Verwendungen oder Geschichten zu den Pflanzen zu notieren:

Botanical Survey of India (BSI) is a governmental institution; I had a tour through their outside area where amongst others the following plants where shown and explained:

  • Santalum album – high value as timber (tropical hardwood) and has been smuggeled a lot in the past
  • Asparagus adscendens – the oil derived from the seeds is used against skin abscises and this plant is used for biodiesel
  • Acacia catechu - chewed it is useful for teeth hygiene and used as a die for reddish walls
  • Bixa orellana – used as the red dot on women’s forehead
  • Sapindus mukorossi – used as a hair wash
  • Trachycarpus – used dried in Currys
  • Xanthoxylum – used for a good mouth hygiene, seeds are chewed and the bark is used as a toothbrush

Von der Tagestour zum Himalaya berichtet sie:

It could be clearly seen, as Amit explained to me, that there are the south facing slopes which are generally much steeper and have less vegetation due to too high temperatures. The north facing slopes on the other hand are not as steep and are much more dense populated by Quercus and Cupressus species, especially in higher altitudes much more conifers are found.  With higher altitudes and a more temperate climate, we started to see loads of Rhododendron which was amazing. Amit said this species is predominantly Rhododendron arboreum, but that there are more than 60 species found in the eastern Himalayas.

 Centre for Aromatic Plants: The Centre of Aromatic Plants (CAP) is a governmental organisation that is specialised in plants that are used for essential oils. The main objectives of this organisation are to promote conservation, cultivation, processing and quality assessment of plants that are used for essential oils, to teach this knowledge to local farmers and to develop market linkages for these farmers to secure their life. Cap is focused on ca. 13 commercial plants that are widely used in the aroma industry. On a tour through their outside area we saw plants such as Cymbopogon flexuosus (lemongrass), Pogostemon cablin (patchouli) and Melissa officinalis (lemonbalm).

 Zusammenfassend schreibt sie:

Obviously, one needs to keep in mind what a big country India is and how little two weeks are to investigate such a big topic as medicinal plants. But even in those 2 weeks, I felt I really learned about how different people’s relationships to plants are. I learned, that a lot of people in India still rely a lot on small scale horticulture, which could be seen by all the fields we found in the Himalayas and driving through the cities, as every little bit of land was used to grow crops such as for example rice. Visiting for example the ethnomedicinal garden has shown, that there is a market for medicinal plants in both a purposeful way, such as in the hospital, as well as in an ornamental way of creating designs with medicinal plants.