Reiseberichte 2020

Von den mal neun geplanten Gärtneraustausch-Reisen konnten in 2020 nur wenige stattfinden. Alle anderen sind verschoben. Hier die Berichte der Reisen, die stattfanden.

Stuttgart - Palau

Connecting Plants, People and Culture:  Die Reise von Jasmin Langhammer nach Palau hatte einen Vorlauf. Im Jahr 208 hatte sie privat diese Inseln bereist und erste Kontakt mit dem botanischen Garten. Und es entstand die Idee Palau und die Wilhelma in Stuttgart, dem Arbeitsplatz von Jasmin Langhammer, einander näher zu bringen:  

Der Fokus sollte dabei auf endemischen Arten liegen aber auch auf die übliche einheimische Vegetation, damit wir in der Wilhelma in unserer Südsee - Aquarienlandschaft die natürlichen Habitatgegebenheiten nachstellen können. Dabei handelt es sich um drei verschiedene Einblicke, zuerst erwartet den Besucher eine Strandlandschaft, gefolgt von Tieflandregenwald um zum Schluss eine Szenerie mit Süßwasser. Zudem ist angedacht, langfristig eine Schutzsammlung der 134 endemischen Pflanzenarten von Palau aufzubauen.

 

Bochum- Costa Rica

Bochum- Costa Rica: Orchideengärtner Lukasz Wisniewski aus dem Botanischen Garten Bochum konnte sich im Februar mit Orchideen und weiteren tropischen Pflanzen beschäftigen. Er hat auf jedem Weg Entdeckungen gemacht und die Orchideenkultivierung vor Ort kennengelernt:

Interessant war es, zu beobachten, welche Pflanzen zusammen in Gemeinschaften wuchsen. In dem Wurzelgeflecht einer Anthurium scandens wuchsen 2 Peperomien und eine große Isochilus linearis. Die gesammelten Orchideen wurden geputzt und auf Holzstückchen aufgebunden. Nach ca. 3-4 Monaten, wenn die Pflanzen fest angewurzelt sind, werden sie auf umliegende Bäume aufgehängt wo sie sich dann frei weiterentwickeln können.

Bochum - Perth

Bochum - Perth: Kaum war Jan Rasche im März in Perth/Australien gelandet, musste er auch schon wieder zurück nach Europa. Aber er ist eingeladen wieder zukommen. Er schrieb uns: Corona bedingt ist mein Austausch nach Perth leider viel früher zu Ende gewesen als ich es eigentlich geplant hatte.

Ich bin am 14.03.2020 nach Perth geflogen, nach langen Abwägungen. Wie sie sich vielleicht erinnern, ist in Deutschland ab dem 16.03.2020 der Lockdown ausgerufen worden.

Es war auch der 16.03.2020 wo ich meinen ersten Arbeitstag im Kings Park and Botanical Garden haben sollte. Als ich morgens dort angekommen bin, hat mich die Gartenleitung zu einem Gespräch ins Office eingeladen. Bei dem sehr netten Gespräch mit den Chefs des Kings Park, baten sie mich eine 1-wöchige Quarantäne zu machen.

 Am Donnerstag den 19.03.2020 bekam ich einen Anruf von der Deutsche Generalkonsulin in Perth. In dem Gespräch Informierte sie mich darüber, dass ein Weltweiter Lockdown bevorstünde und ich so schnell wie möglich mich auf den Weg nach Hause machen sollte, da es nicht abzusehen sei, wann wieder Flugzeuge fliegen würden nach dem Lockdown.

So buchte ich ein Flug mit Emirates Airlines nach Deutschland für den kommenden Mittwoch (25.03.2020). Noch am Selben Abend, wurde der Flug von der Airline gecancelt. Emirates hatte ab dem folgenden Tag seinen Flugbetrieb Weltweit eingestellt. Am Sonntag den 22.03.2020 fuhr ich früh mit gepackten Koffern zum International Airport in Perth um einen Flug zu bekommen.  Am frühen Abend bekam ich ein Flug nach Singapore. Dort hatte ich fast 24 Stunden Aufenthalt, bis mein nächster Flug nach London ging. in London musste ich leider wieder auch 20 Stunden auf meinen nächsten Flug nach Amsterdam warten, von wo aus ich dann aber recht zügig mit der Bahn nach Deutschland fahren konnte. 

Das Resümee meiner Reise ist weithin positiv. Die Rückreise war sehr anstrengend, aber das wenige was ich vom Land gesehen habe, bzw. die Menschen die ich kennengelernt habe war sehr schön und positiv. Amanda Shade vom Kings Park, schrieb mir nach meiner schnellen Abreise eine email und sagte das ich das Praktikum einfach in 2-3 Jahren wiederholen sollte.

Reiseberichte 2019

Von ihren Reisen haben die Gärtnerinnen und Gärtner nicht nur Pflanzen und neue gärtnerische Erfahrungen mitgebracht. Auch über ihre persönlichen Erfahrungen berichten sie in ihren sehr lesenswerten Berichten!

Kiel – Denver

Nach Denver reiste der Kieler Gärtner David Eder. Er war zu Gast im Botanischen Garten in Denver und hatte dann auch noch die Möglichkeit Wildstandorte von Kakteen in Colorado zu besuchen: Ein relativ neuer Bereich im Botanischen Garten Kiel ist ein Beet für winterfeste Kakteen und Sukkulenten. Um dieses Beet mit weiteren Kakteen und Begleitpflanzen, die in der Natur mit den Kakteen zusammenwachsen, zu ergänzen wurde ein Austausch mit dem Botanischen Garten in Denver angestrebt. Da Denver mitten in Colorado liegt, wo viele Kakteen, die winterfest sind, natürlich vorkommen und der Botanische Garten auch viel mit angepassten Pflanzen arbeitet, war Denver eine sehr passende Wahl.

Einiges an Saatgut haben wir gleich eingetütet und außerdem einen recht langen Wunschzettel ausgefüllt für Stecklinge verschiedener Opuntia-Arten. Letztes Jahr wurde ein neues Beet angelegt, um zu demonstrieren, was man mit an Trockenheit angepassten Pflanzen in Privatgärten alles gestalten kann. Der Nexus Garten beinhaltet sehr viele neue Züchtungen, die teilweise bessere Frosthärte zeigen und außerdem schöne Blüten- und Blattfarben aufweisen.

St. Petersburg – Hamburg

Anna Afanasyeva und Natalia Fedorova aus dem Botanischen Garten in St. Petersburg waren zu Gast im Hamburger Garten. Der Gärtneraustausch mit der Partnerstadt St Petersburg hat eine lange Tradition und ist doch immer wieder neu und spannend für die beteiligten Gärtnerinnen:

We took part in current work of gardeners such as weeding and cultivation, pruning plants, planting of perennials, cleaning and preparation of the territory for the exhibition. One of the items of our work was the acquaintance with water system of the garden (the methods of inclusion and water supply and technical tools of the system). To gain knowledge of the botanical labeling and tool storage organization was the important point for us, as well as the gardeners` utility rooms exploring.The idea of studying in special Gardeners` school was unusual for Russian gardeners. We were pleased and surprised by the existence of this opportunity. It is very important to get professional training and practicing. There is no school for Gardener in the Saint Petersburg Botanical Garden right now.

Hamburg- Appalachen

Frederic Gilbert war auf Sammelreise in den Appalachen, USA: Nach den beiden vorrangegangenen Aufenthalten im Frühjahr bzw. im Frühsommer, war mir aus gärtnerischer Sicht klar, dass eine dritte Reise folgen musste. Hierfür wäre wohl der letzte generative Zeitpunkt angebracht: Spätsommer mit der Möglichkeit, frische Saaten von z. B. Ericacaeaen-Arten und staudigen Pflanzen aus der sogenannten Piedmont-Prärie zu ernten. An dieser Stelle möchte ich mich bedanken, für die notwendige finanzielle Unterstützung, allen voran von der Stiftung Internationaler Gärtneraustausch, dem Loki-Schmidt-Garten der Universität Hamburg sowie der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens und dem South Carolina Botanical Garden, ohne die diese Reise nicht hätte stattfinden können.

Chile- Bayreuth

Chile- Bayreuth

Misael Errázuriz ist Gärtner im Botanischen Garten in Talca, Chile. Im vorangegangenen Jahr war Rene Huber aus Bayreuth mit dem Gärtneraustausch in Talca. Er hatte vorgeschlagen, dass es auf jeden Fall einen Gegenbesuch geben sollte. Und so schreibt Misael aus Talca nun in seinem Bericht: A month on paper! It is complex to condense experiences in a report

Junggärtner, Hamburg- Kew Gardens, London

Jonathan Zerr ist Gärtner-Auszubildender im Botanischen Garten Hamburg. Er nutzte die Möglichkeit, die der Garten ihm bietet, und machte ein Praktikum in Kew Gardens.In seinem Bericht zieht er auch ein Fazit: Alles in allem war mein Praktikum in den

Kew-Gardens eine unglaublich wertvolle Erfahrung, die nicht nur meinem Ausbildungsplan, sondern auch meinem gärtnerischen Wortschatz gutgetan hat.

Reiseberichte 2018

Von den Reisen im Jahr 2018 haben die Gärtnerinnen und Gärtner sehr anschauliche Berichte vorgelegt. Es hat uns sehr gefreut, dass der Botanischen Garten in Jerusalem von zwei Auszubildenden aus dem Hamburger Botanischen Garten besucht wurde. Denn aus diesem Kontakt ging der Gärtnerausatusch hervor.

 

Bayreuth - Canberra

Anna Reichel arbeitet im Botanischen Garten in Bayreuth. Sie ist dort für die australischen Kübelpflanzen verantwortlich. Sie hatte die Möglichkeit im Australian National Botanic Gardens (ANBG) in Canberra ein Praktikum zu machen:

Aus ihrem Bericht: In der Arbeit angekommen beginnen wir damit einige leere Stellen zu bepflanzen. Hier erfahre ich, dass Brachyscome [blaue Gänseblümchen] australische Pflanzen sind. War mir nicht bewusst. Auch Scaevola [Blaue Fächerblume ]kommt ursprünglich von diesem Kontinent. Bei uns werden beide als Saisonpflanzen genutzt. Und leider muss auch in Australien Unkraut gemacht werden. Über Oxalis wird hier genauso geflucht wie in Deutschland und ich versuche das Mistkraut mit der Wurzel herauszubekommen. Die Australier sind erfreut über meinen deutschen Tatendrang beim Unkraut machen, auch Löwenzahn, Springkraut und Vogelmiere gehören hier, wie bei uns, zu den unbeliebten Beikräutern.

Exkursion nach Costa Rica

Markus Rauscher (Botanischer Garten Tübingen) und Ulrich Hörner (Botanischer Garten Hamburg) nutzten die Möglichkeit mit einer Exkursionsgruppe der Uni Göttingen die Pflanzenwelt Costa Ricas kennenzulernen.

Das kleine Land Costa Rica ist nur etwa so groß wie Niedersachsen, beherbergt auf dieser Fläche aber ca. 5% der globalen Artenvielfalt. Grund dafür sind zwei Ozeane, Mangroven, Regenwälder im Süden, saisonale Trockenwälder im Norden, Bergregenwälder und tropische Hochgebirge sowie einige aktive Vulkane.

Neun Tage verbrachten wir im Tieflandregenwald. Einen Tag im Nationalpark Braulio

Carillo, acht Tage in der Tropenstation La Gamba. Im Süden wird das Nationalparkareal durch den Golfo Dulce und im Nordwesten durch den Rio Esquinas begrenzt, weshalb der Wald auch Bosque Esquinas genannt wird. Aufgrund geografischer und erdgeschichtlicher Gegebenheiten ist dieser Wald mit ca. 3.000 verschiedenen Gefäßpflanzenarten der artenreichste Wald Mittelamerikas und zählt zu den artenreichsten Wäldern der Erde!

München - Arnold Arboretum, Boston

Aus dem Münchner Botanischen Garten reiste Pierre Steppke nach Boston, in das Arnold Arboretum.

Baumpflege war das Thema des Aufenthaltes: Die nächsten Tage habe ich zusammen mit der Baumpflege-Crew in den Bäumen der Eschen-Sammlung verbracht. Es war super, sich über diverse Aufstiegssysteme, Klettertechniken oder Anwendungen in der Baumpflege unterhalten zu können. Am Donnerstag hatte ich zusammen mit Benjamin Kirby eine Gruppe von Praktikanten, denen wir die Seilklettertechnik zeigen und ihnen das sichere Bewegen in der Baumkrone verdeutlichen sollten.“

München - Katse, Lesotho

Jenny Wainwright-Klein, Clara Friedrich und Andreas Gröger aus München reisten nach Lesotho. Die Zusammenarbeit mit Katse Botanical Garden zählt für München zu den erfolgreichsten Kooperationsprojekten. Im Mittelpunkt standen seit 2005 mehrere wechselseitige Arbeitsaufenthalte, wovon die meisten von der Stiftung Internationaler Gärtnertausch finanziell unterstützt wurden.

Arbeitsaufenthalt in Katse Botanical Garden: Auf dem Weg nach Katse halten wir auf dem Latisoka Pass, um eine beeindruckende Population von Euphorbia clavarioides zu bewundern. Hier schneiden wir auch Stecklingsmaterial verschiedener Arten, an denen wir in Katse Methoden zur vegetativen Vermehrung demonstrieren wollen.

Bei einem geführten Rundgang haben wir die Gelegenheit, Neuerungen im Garten zu entdecken und gestalterische und kulturtechnische Maßnahmen zu diskutieren. Es freut uns zu sehen, dass Teile der mit uns, im Jahr 2010 gestalteten Gartenbereiche noch gepflegt und teilweise erweitert worden sind.

(…) Am 13. Februar führen wir die praktischen Arbeiten fort. Diesmal konzentrieren wir uns auf die Samenvermehrung, insbesondere für Arten, die schwierig keimen. Zu den Methoden die Keimruhe zu brechen, zählt die Rauchbehandlung, die auf zweierlei Weise durchgeführt werden kann

Hamburg - Innsbruck

Philipp Bornemann reiste vom Flachland in die Berge

 Seit November 2014 habe ich die Revierleitung für das Freilandrevier Alpinum im Hamburger Garten übernommen. Wichtige Kernbereiche des Hamburger Alpinums sind unter anderem die „ Kalkalpen „ und die „Zentralalpen“, wo diese Lebensbereiche mit Ihren Pflanzengesellschaften im Kleinen dargestellt werden und so auch den Studenten und ihren Lehrkräften zur Verfügung stehen.

Diese Hintergründe gaben mir den Anreiz, sich mit der gärtnerischen Praxis im Botanischen Garten Innsbruck auseinander setzen, um Kenntnisse und Fertigkeiten im besten Fall auf die hiesigen Bedingungen des Alpinums übertragen und damit auch verbessern zu können. (…) Für das Jäten zwischen den Steinen, wird auch diese kleine, für den Garten hergestellte pfiffige Spitz-Hacke verwendet.

(…) Auf dem Anstieg zur Adolf-Pichler-Hütte bis zum Ziel, der Kleinen Ochsenwand werden uns in diesem kalkhaltigen Gestein über achtzig verschiedene Pflanzen in Ihren jeweiligen Habitaten vorgestellt und Besonderheiten erklärt.

 

Bayreuth - Talca, Chile

Rene Huber: Internationaler Gärtneraustausch zwischen dem Jardín Botánico der Universidad de Talca/Chile und dem Ökologisch- Botanischen Garten Bayreuth, Rene Huber berichtet von seinem Aufenthalt in Talca:

Mein zweiter Kollege, mit dem ich regelmäßig arbeitete, war Misael, der dortige Nutzpflanzengärtner, den ich auch gerne für den Gegenaustausch nach Bayreuth vorschlagen würde. Die Hauptarbeit mit ihm bestand aus dem Anlegen eines großen Beetes für Zier- und Nutzpflanzen.

Beide Kollegen waren sehr geduldig mit meinen anfänglichen Sprachschwierigkeiten, lehrten mir sehr viel und waren stolz auf meine Fortschritte.

Ich möchte allen danken, die mir diese aufregende Zeit in Chile ermöglicht und dazu beigetragen haben, sie zu einem lehrreichen und unvergesslichen Abschnitt meines Lebens gemacht zu haben.

 

Berlin - Kew Gardens

Constanze Ludwig musste ihre Reise nach Kew um ein Jahr verschieben, aber das Warten hat sich gelohnt:

Schon seit dem Beginn meines Berufslebens als Gärtnerin, hatte ich den Wunsch einmal im Kew Garden, in Form einer Fortbildung, zu arbeiten.

Die Größe des Gartens mit 130 ha ist sehr beeindruckend. Drei Sichtachsen die zu einem Dreieck aufeinander zulaufen, machen die Größe des Gartens deutlich. Es erscheint unmöglich den Garten mit einmal zu erfassen. Die umfangreichen Sammlungen von Eschen, Ahorn, Eichen, Buchen, Kastanien und auch Koniferen sind nicht nur durch ihre Vielzahl, sondern auch durch ihre Größe und Wuchsform, das ihr Alter erahnen lässt, einmalig. Allein im Arboretum stehen 14.000 Bäume die 2.000 verschiedene Arten beinhalten. Die umfangreichen Sammlungen begegnen einem überall, im Garten wie auch in den Gewächshäusern.

Hamburg - Jerusalem, Junggärtneraustausch

Jana Henschel und Klara Korb haben ihre Ausbildung zur Gärtnerin im Botanischen Garten Hamburg mitlerweile abgeschlossen – sie waren als Junggärtnerinnen auf den Spuren des Gärtneraustausches in Jerusalem.

Aus ihrem Bericht: Am Sonntag ging es dann weiter nach Jerusalem. In Israel ist der Sonntag ein normaler Arbeitstag, während der Freitag schon zum Wochenende zählt. Wir hatten uns für eine Zugfahrt entschieden, die zwar viel länger als eine Busreise dauerte, dafür aber durch eine wunderschöne Bergregion nach Jerusalem führt.

 Am Dienstag nahm uns Michael Avishai, der ehemalige wissenschaftliche Leiter des Botanischen Gartens, mit auf eine kleine Tour über den Campus der Hebräischen Universität Jerusalem. Heute arbeitet er ehrenamtlich im Garten. Während eines Besuchs in Hamburg lernte er Loki Schmidt kennen und freute sich umso mehr, dass wir mit unserem Besuch die Freundschaft zwischen den beiden Gärten stärkten.

Hamburg - Bogor, Indonesien, Junggärtneraustausch

Arnaldy Indra Prasetya und Tim Reich sind als Gärtner-Auszubildende im letzten Lehrjahr auf Reisen gegangen. Der Botanische Garten Bogor, Indonesien war ihr Ziel. Aus ihrem Bericht:

Wednesday – 31st January 2018

Visiting nursery for collection plants. I saw and learned how they absolutely take care of the collection plants before it will be planted. The new nursery already renovated, looks like more space for many seedling and another collection plants.

And then visiting seed bank, there are lots of seed viz. 108 family, 320 genus and 492 species with total sum of seeds ca. 1,9 Million.

Thursday - 1st February 2018

Seeing the registration process of new collection plants before planting the plants. Learning to get data collection of new collection plants, it necessarily need to gathering and measuring information from a variety of sources to get a accurate and complete database. Labelling the new collection plants is a important part or a must. Therefore it can help to identify the plant. Things to include on label would be the name of collector, date, plant name, and place where it was found.

 

Bochum - Singapur, Junggärtneraustausch

Lukasz Wisniewski reiste von Bochum nach Singapur:

Der Botanische Garten ist 74 Hektar groß und gehört zu den meist besuchten botanischen Gärten der Welt. Die Artenvielfalt der Tropen zum ersten Mal selbst zu erleben, war überwältigend. Mit großer Begeisterung beobachtete ich Pflanzen, die ich bisher nur in Kultur kannte, an ihrem natürlichen Standort. So sah ich die in unseren Gewächshäusern oft schwächelnde Pyrrosia piloselloides, hier in voller Sonne auf dünnen Ästen ohne jegliches Substrat oder Moos, gedeihen. Das gleiche sah ich bei Pyrrosia longifolia, welche in Singapur sehr hoch oben auf Bäumen in voller Sonne wächst. Zudem ist mir aufgefallen, wie jeder zweite Baum von den verschiedensten Epiphyten überwuchert war.

Mein Aufenthalt fiel zufällig in Zeit, in der im NGO die große jährliche Orchideen Show vorbereitet wurde. Hier gab es nun viel zu tun, denn große Mengen von Pflanzen wurden täglich geliefert, um die Show großartig zu gestalten. Für die Gestaltung wurden nicht nur Pflanzen verwendet, sondern auch große Mengen an Vulkangestein, Ästen und Plastikfiguren, welche asiatisch geprägt waren. Die Vorbereitungen dauerten eine Woche. Auch private Orchideen-Händler aus der Umgebung konnten ihre Pflanzen ausstellen und verkaufen.