Loki Schmidt

Mit Trauer und in großer Verehrung nehmen wir Abschied von der Begründerin des Internationalen Gärtneraustausches zwischen Botanischen Gärten. Loki Schmidt hat sich jahrzehntelang dafür engagiert, dass junge Gärtner aus Botanischen Gärten ihre Pflanzenkenntnisse in den Ursprungsländern vertiefen können. Als Ehrenvorsitzende hat sie die Aktivitäten der Stiftung Internationaler Gärtneraustausch bis zu ihrem Lebensende mit fachlichem Rat und Freude begleitet. Mehr als 30 Botanische Gärten sind heute dank ihrer Initiative in einem weltweiten Netzwerk miteinander verbunden.

Wir werden alles daran setzen, die großartige Vision von Loki Schmidt in ihrem Sinne weiter mit Leben zu erfüllen.

Beirat und Vorstand der Stiftung Internationaler Gärtneraustausch

Loki Schmidt - Ihr Blick auf den Einzelnen für das Ganze
Als Loki Schmidt den Ehrenvorsitz unserer Stiftung übernahm, haben wir ihr gesagt, sie sei unser "Urmeter", an dem wir uns immer wieder messen lassen würden – denn der Gärtneraustausch ist ohne sie nicht zu denken! Wir möchten uns für die Tatkraft bedanken, mit der sie den ganzen Gärtneraustausch auf den Weg brachte. In der Anfangszeit des Gärtneraustausches hat Loki sich um vieles selbst gekümmert: Sie hat die Kontakte hergestellt und das Geld für den Austausch verdient oder erbeten. Sie ist selbst viel mit vor Ort gewesen und hat auf ihren Reisen die Kontakte zu Botanischen Gärten in der Welt ausgebaut. Sie hat immer wieder nachgefragt und auch gerne Erbsensuppe für die Gäste gekocht.

Die Idee ist so gut, dass sich mittlerweile viele Botanische Gärten mit ihren Partnergärten in Übersee austauschen und ihre Gärtner nach Chile oder nach Lesotho schicken. Der Gärtneraustausch ist heute eine Stiftung und für viele schon fast eine Selbstverständlichkeit. Da ist es wichtig sich zu erinnern, mit welchem Interesse und mit welcher Begeisterung und Anteilnahme Loki jeden einzelnen Gärtner willkommen hieß. Denn ohne all die Einzelnen, die sich für die Besonderheiten der Pflanzenwelt begeistern und diese mit besten Kräften schützen und erhalten wollen, könnten auch Projekte wie der Gärtneraustausch nicht bestehen. Das wusste unsere Ehrenvorsitzende immer sehr gut und das schätzten wir so sehr an ihr.